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Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
06 October 2014 @ 09:31 am
Erleichterung, sich gegen Müsli entschieden zu haben, in drei Schritten:

Schritt eins: Frühstück ungeschickt so auf dem Tisch abstellen, dass der Frühstücksschwerpunkt außerhalb der Tischplatte liegt.
Schritt zwei: Dies gerade noch bemerken und schnell die Hand ausstrecken, um das Frühstück zu retten.
Schritt drei: Stattdessen mit der Rettungshand das Frühstück zielgenau in den unter dem Tisch stehenden Mülleimer befördern.

Auch für Ferienhaber kann der Montag also so richtig schön montagig beginnen. Schön zu wissen, dass die Regeln des Universums weiter funktionieren.
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
16 May 2014 @ 11:37 pm
Das Spektrum der romantischen und sexuellen Orientierungen ist ja ziemlich groß und multidimensional und bereitet den meisten Menschen entsprechend einige Schwierigkeiten. Der Durchschnittsbürger ist mittlerweile ganz gut damit vertraut, dass da noch mehr ist als "Jungs mögen Mädchen und Mädchen mögen Jungs", dass Mädchen auch mal Mädchen mögen und Jungs auch Jungs, und der ein oder andere hat sogar schon geschnallt, dass manche Leute auch mehr als ein Geschlecht anziehend finden (und vielleicht sogar, dass diese Leute nicht "verwirrt" sind oder "sich nicht entscheiden können" oder "einfach nicht zugeben wollen, dass sie eins von beidem sind").
Aber wenn man das grade begriffen hat, kommen plötzlich so komische Dinge wie Poly-, Pan- und Asexualität und gar die radikale Vorstellung, dass sexuelle Orientierung und romantische Orientierung ganz unterschiedliche Dinge sind, die eventuell gar nicht untrennbar verknüpft sein müssen, und das ist schwierig und dann sind Otto und Anna Normalbürger ziemlich verwirrt. Wie, nicht das gleiche? Wie, mehr als zwei Geschlechter? Wie - Leute, die gar nicht wollen? Gibt's das? Geht das überhaupt? Das geht doch gar nicht.
Da haben die meisten Leute ein Problem mit.

Wisst ihr, wer da nie ein Problem mit hatte?

Die Kati.
Meine Kati, die wohl der oberflächlichste, platteste, unreflektierteste Mensch ist, der mir jemals genug bedeutet hat, um von mir "Freundin" genannt zu werden. Meine Kati, die die Meinungen anderer ohne weiteres übernimmt, wenn sie nur mit genügend Autorität vorgetragen werden. Meine Kati, die wohl zu den Menschen gehört, für die "Dancing Through Life" geschrieben wurde. Meine Kati, über die ich entsprechend ziemlich fiese Dinge sage.

Eine komische Freundschaft, die wir haben. Wir haben uns im Laufe der Jahre ziemlich grässliche Dinge angetan. Wie zwei so unterschiedliche Menschen überhaupt jemals Freunde geworden sind, ist ein Rätsel für sich.

Aber hier ist eine Sache, die nie ein Thema war:
Kati hatte ihre Männergeschichten.
Ich nicht.

Ich war ja ein ziemlicher Spätzünder, zusätzlich zu der Tatsache, dass bei mir sowieso alles etwas später kam, weil ich ein Jahr jünger war als der Rest der Klasse, und mit einigen Ausreißern in die erwartete Richtung habe ich zum Thema Partnerschaft im Allgemeinen eine ziemliche "eh, whatever"-Einstellung. Was natürlich zu entsprechenden Fragen führte. (Nicht, wie bei den meisten, seitens meiner Familie, wohlgemerkt. Bei uns pieksen einen keine alten Tanten auf Hochzeiten in die Seite und sagen "Du bist die Nächste!". Meine Familie ist da in vorbildlichem Maße entspannt.)
"Wie findest du den Soundso?"
"Magst du irgendwen?"
"Hast du keinen Freund?"
"Warum denn nicht?"

Kati hat diese Fragen nie gestellt. Kati hat über Jungs geredet, ich habe zugehört, und Kati hat nie gefragt, wie's denn bei mir aussieht. Kati hat bedingungslos akzeptiert, dass Romantik bei mir kein Thema war.

Als es dann später doch ein Thema wurde, war sie zwar überrascht, hat das aber ebenso diskussionslos akzeptiert wie mein Desinteresse bis dahin.

(Es war ein Liebesgedicht, ich weiß es noch. Ich schrieb es, sie las es und sagte: "Wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen, das ist ein Liebesgedicht." Ich sagte: "Es ist aber ein Liebesgedicht." Sie sagte: "Oh, okay." Und das war das. Ich weiß nicht mehr, ob sie noch gefragt hat, an wen. War aber auch nicht wichtig.)

Vielleicht wusste Kati etwas, was ich nicht wusste, aber ich zumindest hatte damals noch nie von Aromantik oder Asexualität gehört. Dass es Menschen geben könnte, die einfach gar kein Bedürfnis nach diesen Dingen haben, war mir nie in den Sinn gekommen. Was mich selbst betraf, ging ich einfach unbeirrt davon aus, dass das schon noch irgendwann kommen würde. Dass es eventuell nicht kommen könnte, fiel mir niemals eins.
(Nicht verkneifbarer Seitenhieb: was natürlich wieder sehr hübsch einen fundamentalen Missstand unserer Gesellschaft illustriert.)

Und da frage ich mich schon:
Wenn dieses Wesen, dass mir (und nicht nur mir) jahrelang wie eine wundersame Pfütze von einem Menschen erschien, von Beginn an problemlos in der Lage war, das Konzept der Aromantik - ob mit Namen oder nicht - einfach zu begreifen und zu akzeptieren -

warum, zum Kuckuck, ist das für die meisten denn so schwer?


Meine Kati hat heute Geburtstag. Alles Gute, meine Liebe. Rock on.
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
Als gesetzestreue deutsche Bürgerin, die nicht das kleinste Fitzelchen Ahnung von Politik hat, bin ich ja eigentlich geradezu verpflichtet, eine Meinung zu haben und ganz tolle Vorschläge, wie Die Regierung™ ganz prima Probleme lösen könnte, bei denen Die Regierung Mal Was Machen Müsste. Packen wir das aus gegebenem Anlass doch mal an!

Gegebener Anlass ist, dass ich heut mal wieder mit meinem Fahrrad unterwegs war.
Unglücklicherweise wurde auf den Straßen, auf denen ich so unterwegs war, in den letzten Tagen sehr tüchtig Karneval gefeiert, und so wurde meine Fahrt durch meine Bestrebungen verkompliziert, die beiden Anliegen "nicht durch Unmengen Glasscherben fahren" und "nicht von Autos überfahren werden" irgendwie unter einen Hut zu bringen.
Wie schön wäre es doch, dachte ich mir so, wenn man diejenigen, die für als das Glas verantwortlich sind, auch dafür verantwortlich machen könnte, es wieder wegzuräumen. Flaschenpfand hält ja eh niemanden auf, davon abgesehn, dass Partyschnäpse und Freunde eh in pfandfreien Hüllen daherkommen. Eine Volksfeststeuer müssten wir wieder alle zahlen, auch, wenn wir gar nicht hingehn, denn wer will denn kontrollieren, ob wir feiern gehn oder nicht?
Und dann hatte ich den Geistesblitz!

Der Karnevalsschein!

Wahlweise Volksfestschein, für alle möglichen anderen Veranstaltungen, insbesondere lokale Besonderheiten.
Der Volksfestschein ist gegen eine geringe Gebühr bis kurz vorm entsprechenden Volksfest an geeigneten Stellen (Ämter, Bürgerbüros) zu erstehen und gilt als Teilnahmeberechtigung am entsprechenden Volksfest.
Wie gering diese Gebühr tatsächlich ausfällt, müssen wir noch sehn, denn schließlich finanzieren wir davon die Straßenreinigung nach Festende, die Polizeibeamten, die die Feiernden auf Besitz eines gültigen Volksfestscheins kontrollieren, sowie allfällige Reparaturen an Fahrrad- und Autoreifen, die durch Glasscherben mit Volksfestursprung entstanden sind.

Aber so feierfreudig, wie die allgemeine Bevölkerung üblicherweise ist, sollte das alles kein Problem sein. Da kommt schon genug zusammen.
Und wenn nicht, so werden vielleicht durch eine hohe Gebühr einige vom Feiern abgeschreckt, was den Glasabfall auf den Straßen ebenfalls reduzieren dürfte -
und gleichzeitig auch den Lärmpegel.


Ein rundum phantastisches Konzept also :D Da Sollte Die Regierung Mal Was Machen!
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
05 August 2013 @ 07:57 pm
Der Teil vom Lernen, den ich am wenigsten mag, ist der Teil, wo ich durch meine Notizen gehe und denke:

"Das hab ich noch nie gesehn. Hab ich das schonmal gemacht? Es ist meine Handschrift. Ich muss es gemacht haben. Aber das hab ich noch nie gesehn!"
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
23 July 2013 @ 05:21 pm
Sommer ist, wenn man Pfirsiche bei geschlossenem Fenster essen muss, weil man dabei absolut obszöne Geräusche von sich gibt.
 
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
06 July 2013 @ 10:16 pm
Fensterbanksalat

Fensterbanksalat.
Mit Dank an Muttern für das Saatband. Und Fertigdressing, weil ich so mit dem Rest des Mahls beschäftigt war, dass ich keinen Nerv mehr hatte, noch Salatsoße anzurühren. Aber lecker!

Und jetzt hab ich Platz im Blumenkasten. Was ich da jetzt wohl reinstecke?
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
23 March 2013 @ 10:21 pm
...aber das liegt daran, dass ich ursprünglich letzten Sonntag nach Weißweinheim ziehen wollte, weshalb ich dortselbst seit letztem Freitag mit meinen getreuen zukünftigen Mitbewohnerinnen (und gelegentlicher, sehr willkommener, Unterstützung durch wunderbare Eltern) am Renovieren bin, in der Hoffnung, dass ich vielleicht doch noch vor Ostern in die neuen Wohnung einziehen kann.

Die DSL-Leitung, da rechtzeitig beantragt, ist leider pünktlich und wie geplant am Montag umgezogen. Internet gibt's daher nur auf der Baustelle. Und wenn ich auf der Baustelle bin, dann baustelliere ich eben auch meistens eher, als dass ich im Internet bin (oder, wie wir das jetzt nennen, "mit der Schakkeline spiele".

Zumindest sind mittlerweile alle Schlafzimmer (abgesehn von meinem Fenster) tapeziert und gestrichen (und der Flur ist phantastisch rosa), und wir müssen "nur noch" den Boden verlegen.

Daher viel Schweigen. Ich entschuldige mich.

Bei Gelegenheit mehr.
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
06 March 2013 @ 10:26 am
Part of what makes Dean Winchester so completely hilarious to me is probably the fact that many of his jokes are based on pop culture references. Because let's face it, obscure pop culture references make up like 80% of my humour.

So basically half the time I open my mouth, everyone is like:




and then I'm like:




So I guess we're all Castiel in the end.



(Yo dawg, I hear you like obscure pop culture references, so I used obscure pop culture references to make a joke about your obscure pop culture references, so you can be confused while you're confused.)
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
04 March 2013 @ 04:42 pm
Noch sechs Tage bis Marburg.
Noch vierzehn Tage bis zum Auszug.
Noch siebenundzwanzig Tage bis Ostern (und bis zur dritten Staffel Game of Thrones).
Noch siebenundfünfzig Tage, bis mein Mietvertrag in der aktuellen Wohnung ausläuft.
Noch achtundachtzig Tage bis Juni und vielleicht Sommer.

Noch zwei Jahre bis Bachelor. Und dann?
 
 
Prinzessin Tamira I. von Rosa zu Zuckerguss
27 February 2013 @ 10:09 pm
Wofür hab ich denn ein Blog, wenn nicht, um der ganzen Welt zu erzählen, was ich heute gegessen habe?
Prinzessins Abendessen heute:


1 Packung Blätterteig
30-40g Sojaschnetzel (fein)
1 Möhre
4 Champignons
1 Lauchzwiebel
1 Apfel (naja vielleicht 2/3... ich hab ziemlich viel davon genascht beim Kochen)
ein paar Rosinen
1/2 Zehe Knoblauch Des Todes

Sojaschnetzel nach Packungsanleitung vorbereiten (meine wurden in Gemüsebrühe aufgekocht und quollen; ich glaube, das ist so die Standardmethode).
Gemüse, Knoblauch und Apfel putzen und kleinschneiden, in einer Pfanne braten, Sojaschnetzel dazu, würzen (mit Salz, Chili, Muskat und Zimt, wenn man ich ist, sonst halt nach Geschmack), zusammen noch ein bisschen weiterbraten.
Ofen vorheizen (Temperatur der Blätterteigpackung entnehmen). Eine geeignete Backform einfetten, mit Blätterteig auslegen, die Füllung von der Pfanne in die Teigform transferieren und einen Deckel aus Blätterteig draufmachen. Mit einer Gabel Löcher für den Dampf reinpieksen. Mit Wasser einpinseln.
Dann kommt die Sache in den Ofen und wird schön goldbraun gebacken. Wie lang, hängt vermutlich von der Größe ab. Ich hab ja hier diese niedliche kleine Kinderbackform mit einem Durchmesser von 15cm, da haben 20 Minuten gereicht.

Ich bin mehr als satt geworden und vermutlich hätt ich auch noch eine zweite Person mitfüttern können, denn es ist noch gut was übrig. (Gut, ich hatte auch noch Salat. Aber ich denke trotzdem, dass die Menge für zwei Personen reichen würde.)
Und gut war's. Soooo gut.

Was phantastisch ist, weil das eine recht spontane Idee war und ich in der Stadt einfach mal los bin, um noch Sojaschnetzel zu kaufen. Und dann waren die prompt im Angebot! Ist das ein Zeichen oder was? :D
Mein Verhältnis zu Soja ist nicht sonderlich herzlich. Aber Schnetzel sind großartig.